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Neue Anforderungen aus der Verpackungsverordnung

Die 5. Novelle der Verpackungsverordnung verpflichtet nunmehr Abfüller, ihre in Verkehr gebrachten Verpackungsmengen jährlich in Vollständigkeitserklärungen bei den örtlichen IHKs zu hinterlegen. Erstes Erklärungsjahr ist der Zeitraum April bis Dezember 2008.

Dies gilt nur für Abfüller, die gänzlich oder teilweise an 'private Endverbraucher' (Info pdf-Datei) liefern (Lizenzierung bei einem Dualen System) und insgesamt mit ihren Verpackungsmengen die Bagatellgrenzen überschreiten:

- mehr als 80 Tonnen Glas pro Jahr

- mehr als 50 Tonnen Papier/Karton/Pappe pro Jahr

- mehr als 30 Tonnen Alumninium/Stahl- bzw. Weißblech/Kunststoffe/Verbunde

Wer seine Produkte ausschließlich an Kunden des industriellen bzw. gewerblichen Sektors liefert, die nicht privater Haushalt oder 'vergleichbare Anfallstelle' sind, braucht unabhänig von den Bagatellgrenzen keine Vollständigkeitserklärung abzugeben!

Für die ebenfalls anzugebenden Rückführungs- und Verwertungswege zur Verfolgung durch die Landesbehörden übernimmt KBS den Mengenstromnachweis seiner Zeichennehmer.

Metallverpackungen schaffen Nachhaltigkeit

Quelle: EMPAC 2008

Nachhaltigkeit bedeutet, dass eine Gesellschaft ihre aktuellen Bedürfnisse erfüllt, ohne dass nachfolgende Generationen darunter leiden.

Was im ersten Moment philosophisch klingt, hat bei näherer Betrachtung sehr viel mit Metallverpackungen und -verschlüssen zu tun: Kaum ein anderes Konzept erfüllt die Forderung, nachhaltig zu handeln, so gut wie das Recycling. Und kein anderes Verpackungsmaterial kann so hohe Recyclingraten vorweisen wie die Metallverpackung.

Der Grund liegt in den optimalen Recyclingeigenschaften von Metall: Ohne Qualitätsverlust kann das Material beliebig oft aufbereitet werden. Das schont natürliche Ressourcen für zukünftige Generationen und senkt den Energieverbrauch sowie die CO2-Emissionen bei der Verpackungsherstellung und -verwertung.

Müllentsorgung im herkömmlichen Sinne wird so überflüssig, denn Metallverpackungen sind als Rohstoffe viel zu wertvoll, um sie einfach wegzuwerfen.


Verpackungspreis für KBS-Gesellschafter Rasselstein

Rasselstein, der einzige deutsche Produzent von Verpackungsstahl, ist gemeinsam mit Soudronic, dem Schweizer Hersteller von Dosenschweißanlagen, mit dem 31. Deutschen Verpackungspreis ausgezeichnet worden.

Der auch international beachtete Preis des Deutschen Verpackungsinstituts, mit dem 2008 insgesamt 22 neue Entwicklungen ausgezeichnet wurden, wurde Rasselstein und Soudronic in der Kategorie „Maschinen/Innovative Produktionsanlage“ verliehen. Als preiswürdig wurde eine neu entwickelte Produktionslinie für Lebensmitteldosen bewertet, die um 30 Prozent produktiver arbeitet als die bisherige Generation und die besonders dünne Materialdicken verarbeiten kann. Rasselstein begleitete die Entwicklung dieser Anlage mit Weißblech von nur 0,100 mm Materialstärke.

Die erst im Frühjahr 2008 auf der METPACK vorgestellte ultradünne Materialentwicklung ist einer der Innovationsimpulse, mit denen Rasselstein neue Zukunftsperspektiven für Stahlverpackungen aufzeigt. Diese und andere Weiterentwicklungen der Stahlgüten des Mutterkonzerns ThyssenKrupp Steel wie auch intensive Forschung und Verfeinerungen der Herstellungsverfahren von Weißblech bei Rasselstein haben die Einsatzmöglichkeiten des Verpackungsstahls beträchtlich ausgeweitet. Höhere Verformungsfähigkeit ermöglicht individuelle Ausprägungen von Standardverpackungen, optimierte Materialeigenschaften vermindern erforderliche Aufreißkräfte, erlauben weitere Absenkungen der Blechdicke und damit die Einsparung von Gewicht und Kosten wie auch eine weitere Schonung der Umwelt und der natürlichen Ressourcen.